Eines langen Tages Reise in die Nacht
Packendes Familiendrama zwischen Wahrheit und Selbstbetrug
von Eugene O‘Neill
Vier Menschen, die sich lieben und zugleich verletzen. Eine Familie, gefangen in Schuld, Abhängigkeit, Selbsttäuschung und den unerfüllten Träumen ihrer Vergangenheit. Das Stück erzählt von der verzweifelten Suche nach Nähe und Vergebung – und davon, wie schwer es ist, den eigenen Erinnerungen und sich selbst zu entkommen.
James Tyrone, einst gefeierter Schauspieler, klammert sich an Besitz und Sicherheit. Seine Frau Mary kämpft gegen ihre Morphiumsucht. Sohn Jamie flüchtet in Alkohol und Zynismus, während der an Tuberkulose erkrankte Edmund als Dichter nach seinem Platz im Leben sucht.
Im Verlauf eines einzigen Tages brechen alte Konflikte und verdrängte Wahrheiten immer wieder auf. Was als gemeinsamer Sommertag beginnt, führt unaufhaltsam in eine lange Nacht der Erinnerungen, Vorwürfe und Verletzungen.
Eugene O’Neill verarbeitet die Geschichte seiner eigenen Familie und zeichnet zugleich das Bild einer Gesellschaft, in der Erfolg und soziales Prestige alles sind und das Scheitern ausgeblendet wird. Ein eindringliches Stück über Liebe, Abhängigkeit, Scheitern und die Träume, an denen wir festhalten, selbst wenn sie uns zu zerstören drohen.
Übersetzung von Michael Walter
Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag Weinheim
Originalrechte: S. Fischer Verlag, Weinheim