Schachnovelle

Ein Ozeandampfer auf dem Weg von New York nach Buenos Aires. An Bord eine illustre Gesellschaft, die sich die Langweile mit eher dilettantischem Schachspiel vertreibt. Als bekannt wird, dass sich unter den Passagieren auch der junge amtierende Schachweltmeister Czentovic befindet, bricht eine regelrechte „Schachmanie“ aus. Während sich Czentovic für Schaukämpfe gegen das Publikum kaufen lässt, verbindet einer der Passagiere mit dem faszinierenden Spiel weitaus mehr als nur harmlose Unterhaltung: Das Schachspiel hat Dr. Betram in der Insolationshaft der Gestapo fast um den Verstand gebracht, ihm aber gleichzeitig das Leben gerettet. Und bald kämpft er wieder gegen den gefährlichen Sog des Spiels und gegen die Geister seiner Vergangenheit.

 

Die „Schachnovelle“, zwischen 1938 und 1941 im brasilianischen Exil geschrieben, besticht nach wie vor durch ihre Zeitlosigkeit und gesellschaftspolitische Dimension. Die packende Geschichte des Dr. Bertram ist bis heute eine der meist gelesenen Erzählungen der deutschen Literaturgeschichte. Es ist Zweigs letztes und zugleich bekanntestes Werk, ein Spiegel seiner eigenen Biografie.


Aufführungsrechte: S.Fischer Verlag, Frankfurt a.M.

Bühnenbearbeitung von Helmut Peschina