Zwei Brüder. Karl, der Erstgeborene, vom Vater zärtlich geliebt und angebetet von seiner Verlobten Amalia, plant nach einer wilden Studentenzeit die Rückkehr auf die väterlichen Güter. Franz, der jüngere, von Geburt benachteiligt und von der Erbfolge ausgeschlossen, spinnt eine Intrige, die den Vater gegen den Bruder aufbringt und zu dessen Verstoßung führt. Der rebellische Idealist Karl sagt daraufhin der bürgerlichen Ordnung den Kampf an und schlägt sich als Hauptmann einer Räuberbande in die Wälder. Die letzte Bindung an sein früheres Leben bleibt die Liebe zu Amalia, welche jedoch auch von Franz begehrt und bedrängt wird.

 

Im Konflikt mit der Elterngeneration und den als beengend empfundenen Verhältnissen entwickeln sich beide Brüder zu Extremisten unterschiedlicher Weltanschauung: Während Karl die herrschende Ordnung mit Gewalt bekämpft und der Welt seine eigenen moralischen Maßstäbe aufzwingen will, befolgt Franz scheinbar die Regeln, negiert jedoch insgeheim jegliche Moral und strebt durch Lüge und Manipulation nach seinem Vorteil. Dass beide Wege schließlich in Tod und Verderben münden, könnte man freilich als dramaturgische Notwendigkeit einer moralisierenden Tragödie abtun, wenn nicht der Blick auf die realen Extremisten dieser Welt die Hellsichtigkeit von Schillers Analyse und die Aktualität des Themas stets auf Neue bezeugen würde.


Im Rahmen des Ersten Würzburger Theaterfestivals wird die Theaterwerkstatt Schillers Klassiker im Skulpturengarten an der Umweltstation vor atmosphärischer Naturkulisse und mit Live-Musik in Szene setzen


Reservierungen unter 0931-59400 (Anrufbeantworter) oder per Mail an tickets@theater-werkstatt.com sind nur bis 12 Uhr des jeweiligen Vorstellungstages möglich.

Bitte nutzen Sie auch den Kartenvorverkauf im Falkenhaus. Die Vorverkaufsgebühr trägt die Theaterwerkstatt.


Hotline ab 18 Uhr an den Vorstellungstagen: 0175 4404244