Baron Mr. Green

 

Eigentlich hat er mit dem Leben abgeschlossen, der 86 Jahre alte Mr. Green. Ganz allein, ohne jeglichen Kontakt zu einem Menschen, lebt er in seinem Apartment in Manhattan und wenn ihn überhaupt etwas am Leben hält, dann ist es sein Hader mit Gott: Wie konnte er ihm seine geliebte Yetta nehmen?

Ross Gardiner, der in einen Verkehrsunfall mit Mr. Green verwickelt war, wird vom Gericht dazu verurteilt, den alten Mann einmal in der Woche zu besuchen. Dass ausgerechnet dieser junge Mann, der ihn beinahe überfahren hätte, ihm nun jede Woche auf die Pelle rücken soll, ist Mr. Green überhaupt nicht recht. Andererseits ist da das gute Essen, das Ross mitgebracht hat. Koscheres Essen. Soll man das gute Essen vergeuden? Die Begegnung von Ross und Mr. Green gerät für beide völlig überraschend zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Denn Ross outet sich gleich zweimal: Er ist, zur großen Freude von Mr. Green, Jude wie dieser, auch wenn er sich wenig um jüdische Gebräuche schert. Dass er sich dann aber auch noch als Schwuler outet, ist zu viel. In ihrem Streit über Jüdisch-Sein und Schwul-Sein, über Verfolgung und Ausgrenzung, ringen beide darum, den Respekt voreinander zu wahren, bis schließlich Mr. Green aus Versehen sein großes Geheimnis preisgibt…